Interstellare Kolonisierung
Die fernste Zukunftsvision: Siedlungen um andere Sterne, mit Generationenschiffen, Lichtseglern oder Embryo-Kolonisierung über Jahrtausende.
Was ist Interstellare Kolonisierung?
Die fernste Zukunftsvision: Siedlungen um andere Sterne, mit Generationenschiffen, Lichtseglern oder Embryo-Kolonisierung über Jahrtausende.
Interstellare Kolonisierung bezeichnet die Besiedlung von Planeten um andere Sterne. Das nächste Sternsystem, Proxima Centauri (4,24 Lichtjahre), beherbergt den erdähnlichen Planeten Proxima Centauri b in der habitablen Zone, ein natürliches Ziel.
Die Hauptherausforderung ist die Distanz. Mit heutiger Raketentechnik (Voyager-Geschwindigkeit: 17 km/s) dauert die Reise rund 75.000 Jahre. Mögliche Beschleunigung: Sonnensegel mit starkem Laser-Boost (Breakthrough Starshot: winzige Sonden auf 20 % Lichtgeschwindigkeit, Ankunft in 20 Jahren, aber nur für Gramm-schwere Sonden); nuklearer Pulsantrieb (Project Orion: Atombomben als Antrieb, 5–10 % Lichtgeschwindigkeit theoretisch möglich); Fusionsantriebe (Project Daedalus: 12 % Lichtgeschwindigkeit, Flugzeit 50 Jahre zu Barnards Stern).
Für Menschen gibt es drei Konzepte: Generationenschiffe (Tausende Menschen leben über Generationen an Bord, die Reisenden sind Nachkommen der Gestarteten), Hibernation (Crew schläft während der Reise) und Embryo-Kolonisierung (nur gefrorene Embryonen werden transportiert, von Robotern aufgezogen am Zielort).
Die Fermi-Paradox-Frage verbindet sich hier: Wenn interstellare Kolonisierung möglich ist, hätte eine einzige Zivilisation die gesamte Galaxie in wenigen Millionen Jahren besiedeln können. Warum sehen wir keine Spuren davon?
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