Strahlenschutz in der Raumfahrt
Von Polyethylen-Abschirmung bis pharmazeutische Radioprotektoren, die Strategien, Astronauten vor kosmischer Strahlung zu schützen.
Was ist Strahlenschutz in der Raumfahrt?
Von Polyethylen-Abschirmung bis pharmazeutische Radioprotektoren, die Strategien, Astronauten vor kosmischer Strahlung zu schützen.
Strahlenschutz für Raumfahrer umfasst mehrere Strategien: passive Abschirmung, aktive Abschirmung und biologische Gegenmaßnahmen.
Passive Abschirmung: Materialien wie Polyethylen (wasserstoffreich) bremsen kosmische Strahlung effektiver als Metall, weil leichte Atomkerne weniger Sekundärstrahlung erzeugen. Die ISS nutzt Polyethylen-Paneele in Schlafbereichen. Wasservorräte und Nahrungsmittel werden ebenfalls als Strahlenschutzschicht angeordnet.
Aktive Abschirmung: Supraleitende Magnete könnten ein künstliches Magnetfeld um ein Raumschiff erzeugen und geladene Teilchen ablenken, ähnlich dem Erdmagnetfeld. Das Konzept wurde von der ESA in der SR2S-Studie (Space Radiation Superconducting Shield) untersucht, ist aber technisch noch nicht realisierbar.
Biologische Gegenmaßnahmen: Radioprotektive Medikamente (Amifostin, antioxidative Wirkstoffe) könnten DNA-Schäden teilweise verhindern oder reparieren. Forschung an extremophilen Organismen wie dem Bakterium Deinococcus radiodurans, das extreme Strahlendosen überlebt, liefert Erkenntnisse über zelluläre Reparaturmechanismen.
Für Sonneneruptionen (SPE) sind Notfall-Schutzräume (Storm Shelters) geplant, kompakte Kabinen mit maximaler Abschirmung, in die sich die Crew bei einem solaren Partikel-Event zurückzieht. Das Artemis-Programm sieht solche Schutzräume für das Orion-Raumschiff vor.
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