Konzept

Orion-Projekt

Das reale Konzept eines Raumschiffantriebs durch kontrollierte Atombomben-Explosionen hinter dem Schiff.

Was ist Orion-Projekt?

Das reale Konzept eines Raumschiffantriebs durch kontrollierte Atombomben-Explosionen hinter dem Schiff.

Das Orion-Projekt war ein zwischen 1958 und 1965 tatsächlich erforschtes Antriebskonzept: Ein Raumschiff, das durch die Zündung von Atombomben hinter einer massiven Stoßdämpferplatte beschleunigt wird. Die Physik funktioniert. Die Ingenieure um Freeman Dyson und Ted Taylor rechneten nach, dass ein Orion-Schiff den Mars in wenigen Wochen und Alpha Centauri in etwa 130 Jahren erreichen könnte.

Das Projekt wurde nicht wegen technischer Unmöglichkeit eingestellt, sondern wegen des Atomteststoppabkommens von 1963. Die Zündung von hunderten Atombomben in der Atmosphäre war politisch nicht durchsetzbar, unabhängig vom wissenschaftlichen Nutzen.

In der Science Fiction lebt das Konzept weiter. Larry Niven und Jerry Pournelle verwenden nuklearen Pulsantrieb in Footfall. In der TV-Serie For All Mankind wird ein Orion-Schiff zum Mars eingesetzt. Stephen Baxter hat dem Konzept in Voyage ein ganzes Alternativwelt-Szenario gewidmet.

Das Orion-Projekt bleibt ein faszinierendes Beispiel dafür, dass die Technologie für interstellare Reisen im Prinzip schon seit den 1960ern existiert. Was fehlt, ist der politische Wille und eine Lösung für das Strahlungsproblem.

Verwandte Begriffe