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BioShock (Trilogie)

Dystopische Shooter-Meisterwerke: Rapture, Columbia und die Frage nach freiem Willen.

Was ist BioShock (Trilogie)?

Dystopische Shooter-Meisterwerke: Rapture, Columbia und die Frage nach freiem Willen.

Irrational Games (Ken Levine) schuf mit der BioShock-Trilogie zwei der eindrucksvollsten dystopischen Welten in der Spielegeschichte. Rapture, die Unterwasserstadt von Andrew Ryan, wurde als Zufluchtsort für die Besten und Klügsten gebaut, frei von Regierung, Religion und Moral. BioShock (2007) zeigt, was daraus wurde: Eine vom Bürgerkrieg zerstörte Art-Déco-Ruine, bevölkert von Splicern (genetisch Veränderten) und beschützt von den ikonischen Big Daddys in ihren Tiefseetauchanzügen.

BioShock 2 (2K Marin, 2010) erzählte Rapture aus der Perspektive eines Big Daddy und stellte dem Rands Objektivismus den Kollektivismus von Sofia Lamb gegenüber. BioShock Infinite (2013) verlegte das Szenario in die Wolkenstadt Columbia, gebaut auf amerikanischem Exzeptionalismus, Rassismus und religiösem Fanatismus. Booker DeWitt und Elizabeth (eine der besten NPC-Begleiterinnen aller Zeiten) entdecken die Verbindung zwischen den Welten. Das Ende, das Multiversen und Zeitparadoxien verschachtelt, wird bis heute diskutiert.

Die Trilogie ist ein Masterclass in Environmental Storytelling: Rapture und Columbia erzählen ihre Geschichte durch Architektur, Audiotagebücher und Details in der Umgebung. Beide Städte zeigen, wie Ideologien in geschlossenen Systemen zu Tyrannei mutieren.

Wer die politische Philosophie weiterlesen will, greift zu Brave New World (Huxley), 1984 (Orwell) oder Ayn Rands Atlas Shrugged (um zu verstehen, was Rapture sein sollte).

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