Konzept

Abiogenese

Die Entstehung von Leben aus unbelebter Materie, der fundamentale Übergang von Chemie zu Biologie.

Was ist Abiogenese?

Die Entstehung von Leben aus unbelebter Materie, der fundamentale Übergang von Chemie zu Biologie.

Abiogenese bezeichnet den natürlichen Prozess, durch den Leben erstmals aus unbelebter Materie entstand. Im Gegensatz zur Biogenese (Leben entsteht aus Leben) beschreibt Abiogenese den einmaligen Sprung von komplexer Chemie zu den ersten selbstreplizierenden Molekülen.

Auf der Erde geschah das vor etwa 3,8 Milliarden Jahren. Die genauen Mechanismen sind ungeklärt, aber die führenden Hypothesen umfassen die RNA-Welt (selbstreplizierende RNA als Vorläufer der DNA), hydrothermale Schlote am Ozeanboden und die Panspermie-Theorie, nach der Bausteine des Lebens durch Meteoriten zur Erde gelangten.

Für die Science Fiction ist Abiogenese aus zwei Gründen zentral. Erstens bestimmt sie, wie häufig Leben im Universum ist. Wenn Abiogenese leicht passiert, sollte das All voller Biosphären sein. Wenn es ein extrem unwahrscheinliches Ereignis war, sind wir möglicherweise allein. Zweitens stellt sich die Frage, ob Leben auf anderen Welten auf denselben biochemischen Grundlagen basieren würde.

Peter Watts erforscht in Blindsight und Echopraxia radikal andere Formen von Abiogenese. Greg Egan geht in seinen Romanen noch weiter und fragt, ob Leben auch in mathematischen Strukturen entstehen kann, völlig unabhängig von Materie.

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