Dunkle-Wald-Angriff
Ein präventiver Vernichtungsschlag gegen eine fremde Zivilisation nach der Logik der Dunkler-Wald-Theorie.
Was ist Dunkle-Wald-Angriff?
Ein präventiver Vernichtungsschlag gegen eine fremde Zivilisation nach der Logik der Dunkler-Wald-Theorie.
Spoiler-Warnung: Dieser Eintrag enthält Handlungsdetails aus der Trisolaris-Trilogie von Liu Cixin.
Ein Dunkle-Wald-Angriff ist die logische Konsequenz der Dunkler-Wald-Theorie aus Liu Cixins Trisolaris-Trilogie: Sobald eine Zivilisation die Position einer anderen kennt, muss sie zuschlagen, bevor sie selbst entdeckt und vernichtet wird. Es gibt keinen Raum für Diplomatie, weil das Risiko eines Irrtums tödlich ist.
Die Waffe der Wahl ist in Cixins Universum die Photoid-Attacke: Ein auf annähernde Lichtgeschwindigkeit beschleunigtes Projektil, das einen Stern trifft und in eine Supernova verwandelt. Das gesamte Planetensystem wird sterilisiert. Der Angreifer braucht nur die Koordinaten und bleibt selbst unsichtbar.
Die verstörende Eleganz des Konzepts liegt in seiner spieltheoretischen Logik. Selbst eine friedliche Zivilisation muss angreifen, weil sie nicht wissen kann, ob die andere friedlich ist. Und selbst wenn beide friedlich sind, weiß keine, ob die andere das glaubt. Diese Kette des Misstrauens hat kein Ende.
Der Dunkle-Wald-Angriff hat reale Debatten über METI (Messaging Extraterrestrial Intelligence) beeinflusst. Kritiker wie Stephen Hawking warnten, dass das aktive Senden von Signalen ins All gefährlich sein könnte, wenn Liu Cixins Logik zutrifft.
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