Was passiert wenn die Sonne stirbt?
In fünf Milliarden Jahren wird es ernst.
Was ist Was passiert wenn die Sonne stirbt??
In fünf Milliarden Jahren wird es ernst.
Unsere Sonne ist ein mittelgroßer Stern in der stabilen Hauptreihenphase. In etwa fünf Milliarden Jahren wird sie ihren Wasserstoffvorrat im Kern aufgebraucht haben und beginnen, Helium zu fusionieren. Dabei bläht sie sich zu einem Roten Riesen auf, dessen äußere Schichten bis zur Erdbahn reichen. Merkur und Venus werden verschluckt. Ob die Erde ebenfalls verglüht oder knapp außerhalb der expandierenden Hülle überlebt, hängt von Modellen ab, die sich in den Details unterscheiden. Bewohnbar wird sie in keinem Fall sein: Die Ozeane verdampfen schon Hunderte Millionen Jahre vorher.
Nach der Rote-Riesen-Phase stößt die Sonne ihre äußeren Hüllen als planetarischen Nebel ab. Übrig bleibt ein Weißer Zwerg, ein erdgroßes Objekt mit der Masse eines Sterns, das über Billionen Jahre langsam auskühlt. Kein Feuerwerk, kein Schwarzes Loch, nur langsames Erkalten.
Für die Science Fiction ist das ferne Ende der Sonne ein existenzielles Thema. Arthur C. Clarkes The City and the Stars (1956) spielt eine Milliarde Jahre in der Zukunft, wenn die Menschheit längst vergessen hat, warum sie sich in eine letzte Stadt zurückgezogen hat. Olaf Stapledons Last and First Men (1930) erzählt die gesamte Zukunftsgeschichte der Menschheit über zwei Milliarden Jahre. Gene Wolfes Book of the New Sun spielt auf einer sterbenden Erde unter einer roten Sonne. Und Sunshine (2007) stellt die absurde, aber dramatisch wirkungsvolle Frage: Was, wenn man die Sonne mit einer Bombe wiederbeleben könnte?