Roboter
Programmierbare Maschine, die autonom Aufgaben ausführt.
Was ist Roboter?
Programmierbare Maschine, die autonom Aufgaben ausführt.
Das Wort Roboter stammt aus dem Tschechischen (robota = Fronarbeit) und wurde 1920 von Karel Čapek in seinem Theaterstück R.U.R. (Rossum's Universal Robots) eingeführt. Čapeks Roboter waren biologisch hergestellte Wesen, keine Maschinen, aber das Wort blieb an mechanischen Konstrukten hängen.
Isaac Asimov machte Roboter ab den 1940er-Jahren zum literarischen Erzählinstrument. Seine Drei Gesetze der Robotik definierten das Verhältnis zwischen Mensch und Maschine und schufen einen Rahmen für Geschichten über Gehorsam, Bewusstsein und Menschlichkeit. Die Roboter-Krimis (The Caves of Steel, The Naked Sun) zeigten R. Daneel Olivaw als einen der faszinierendsten Roboter-Charaktere der Literatur.
Philip K. Dick fragte in Do Androids Dream of Electric Sheep? (1968), ob man einen Roboter von einem Menschen unterscheiden kann, und ob die Unterscheidung überhaupt relevant ist. Martha Wells' Murderbot (ab 2017) ist der modernste literarische Roboter: ein Sicherheitsdroide, der seine Steuerungsmodule gehackt hat und lieber Serien schaut als Menschen zu beschützen. Die Reihe gewann Hugo und Nebula Awards und traf einen Zeitgeist, in dem KI-Angst und Empathie für Maschinen koexistieren.
In der Realität reichen Roboter von Industrierobotern über humanoide Projekte (Boston Dynamics Atlas, Tesla Optimus) bis zu Drohnen und chirurgischen Systemen. Die Grenze zwischen Roboter und KI verschwimmt: Ist ein Chatbot ohne Körper ein Roboter? Die SF-Definitionen werden zunehmend unscharf.
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