Post-Apokalypse
Die Welt nach der Katastrophe.
Was ist Post-Apokalypse?
Die Welt nach der Katastrophe.
Post-apokalyptische SF zeigt die Menschheit nach dem Zusammenbruch. Die zentrale Frage ist nicht, wie die Welt endet, sondern was danach kommt. Und ob die Menschheit es wert ist, weiterzumachen.
Die Auslöser sind vielfältig: Atomkrieg in A Canticle for Leibowitz (Miller, 1960), wo Mönche in einer neuen dunklen Epoche das Wissen der Vergangenheit bewahren. Pandemie in Station Eleven (Mandel, 2014), wo eine Wandertruppe Shakespeare aufführt, weil Kultur das Überleben rechtfertigt. Ökologischer Kollaps in The Road (McCarthy, 2006), wo ein Vater und sein Sohn durch eine graue, tote Welt wandern. Mysteriöser Verfall in Earth Abides (Stewart, 1949), einem der ersten modernen Post-Apokalypse-Romane.
Das Genre hat unterschiedliche Stimmungen. Manche Werke sind düster und hoffnungslos (The Road, On the Beach). Andere zeigen den Wiederaufbau als Abenteuer (Wool, The 100). Wieder andere stellen die Frage, ob die alte Welt es überhaupt wert war, rekonstruiert zu werden (Parable of the Sower). Hugh Howeys Wool-Trilogie (2011, Selfpublishing-Sensation) sperrt die Überlebenden in einen unterirdischen Silo und macht die Lüge über die Welt draußen zum zentralen Mysterium.
Im Gaming ist Post-Apokalypse eines der beliebtesten Settings: Fallout, Metro 2033, The Last of Us, Horizon Zero Dawn. Die Faszination liegt im Reiz des Neuanfangs: alles, was selbstverständlich war, ist weg, und was bleibt, muss verteidigt werden.