Military SF
Krieg im Weltraum, aus der Perspektive der Soldaten.
Was ist Military SF?
Krieg im Weltraum, aus der Perspektive der Soldaten.
Military SF erzählt Krieg: Ausbildung, Kameradschaft, Strategie, Verlust, und die Frage, was Krieg mit den Menschen macht, die ihn führen. Das Genre ist von Anfang an politisch, auch wenn es das nicht immer zugibt.
Robert Heinlein definierte das Genre mit Starship Troopers (1959): Bürgerrechte gibt es nur für Menschen, die Militärdienst geleistet haben. Das Buch wird seit seiner Veröffentlichung kontrovers diskutiert, manche lesen es als Verherrlichung des Militarismus, andere als differenzierte Auseinandersetzung mit Pflicht und Verantwortung. Joe Haldeman antwortete mit The Forever War (1974), einem Roman, der seine Vietnam-Erfahrung verarbeitete: Soldaten, die durch Zeitdilatation in eine Welt zurückkehren, die sie nicht mehr verstehen.
John Scalzi (Old Man's War, 2005) modernisierte das Genre mit Humor und einem originellen Konzept: 75-Jährige bekommen neue, verbesserte Körper und werden in den Weltraumkrieg geschickt. Marko Kloos (Frontlines) schreibt die zugänglichste Military SF der Gegenwart. Ann Leckie (Ancillary Justice, 2013) gewann den Hugo Award mit einer Military-SF, die Geschlecht und KI-Bewusstsein thematisiert.
Warhammer 40K ist Military SF als Franchise: grimdark bis zum Anschlag, Millionen von Lesern, und eine Lore, die Tausende von Jahren umspannt. Das Tabletop-Spiel hat eine eigene Verlagssparte (Black Library) mit Hunderten von Romanen hervorgebracht.
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