First Contact
Die erste Begegnung mit außerirdischem Leben als Erzählkonzept.
Was ist First Contact?
Die erste Begegnung mit außerirdischem Leben als Erzählkonzept.
First Contact gehört zu den ältesten und produktivsten Erzählmustern der Science Fiction. Die erste Begegnung mit außerirdischem Leben stellt die grundlegendste aller Fragen: Sind wir allein, und wenn nicht, was bedeutet das?
Das Spektrum der Reaktionen spiegelt menschliche Ängste und Hoffnungen wider. H.G. Wells' The War of the Worlds (1898) setzte den Maßstab für den feindlichen Kontakt: technologisch überlegene Aliens als Invasoren. Orson Scott Cards Ender's Game (1985) zeigte, dass ein siegreicher Krieg gegen Aliens ein Genozid sein kann. Stanislaw Lems Solaris (1961) beschrieb einen Kontakt, der gar kein Kontakt ist, weil das Alien so fremd ist, dass Kommunikation scheitern muss.
Ted Chiangs Story of Your Life (1998, verfilmt als Arrival) machte die Sprache des Aliens zum Schlüssel: Wer ihre Sprache lernt, verändert die eigene Wahrnehmung von Zeit. Carl Sagans Contact (1985) stellte SETI in den Mittelpunkt und fragte, was ein Signal aus dem All mit der menschlichen Gesellschaft macht. Becky Chambers (The Long Way to a Small, Angry Planet, 2014) zeigte friedlichen Kontakt als Alltag in einer multispezies Galaxie.
Peter Watts (Blindsight, 2006) stellte die verstörendste Frage: Was, wenn die Aliens intelligent sind, aber kein Bewusstsein haben? Liu Cixin (Die Drei Sonnen, 2006) entwarf mit der Dunkler-Wald-Hypothese die pessimistischste Antwort: Jede Zivilisation, die sich bemerkbar macht, wird vernichtet. Die besten First-Contact-Geschichten sind eigentlich Geschichten über uns selbst.
Verwandte Begriffe