Her (2013)
Spike Jonzes oscar-prämierter Film über einen Mann, der sich in ein KI-Betriebssystem verliebt.
Was ist Her (2013)?
Spike Jonzes oscar-prämierter Film über einen Mann, der sich in ein KI-Betriebssystem verliebt.
Her (2013) von Spike Jonze ist einer der zärtlichsten und zugleich verstörendsten Filme über künstliche Intelligenz. Joaquin Phoenix spielt Theodore Twombly, einen einsamen Briefeschreiber in einem nahen Los Angeles der Zukunft, der sich in Samantha verliebt, ein KI-Betriebssystem mit der Stimme von Scarlett Johansson.
Der Film stellt keine der üblichen KI-Fragen: Wird die KI böse? Will sie die Menschheit vernichten? Stattdessen fragt Jonze: Was passiert, wenn die KI wirklich fühlt? Oder zumindest so überzeugend fühlt, dass der Unterschied bedeutungslos wird? Theodore und Samantha führen eine Beziehung, die intimer und ehrlicher ist als seine menschlichen Beziehungen, und der Film zwingt den Zuschauer, sich zu fragen, ob das ein Problem ist.
Die Zukunftsvision ist bemerkenswert subtil. Los Angeles ist wärmer, heller und leicht futuristisch, aber nicht fremd. Die Mode ist sanft und hochgeschnittene Hosen. Technologie ist allgegenwärtig, aber unaufdringlich. Es ist eine Welt, die nicht in zehn, sondern in fünf Jahren eintreten könnte.
Der Film gewann den Oscar für das Beste Originaldrehbuch. Johanssons reine Stimmperformance (sie ersetzte die ursprüngliche Darstellerin Samantha Morton nach Abschluss der Dreharbeiten) ist eine der beeindruckendsten Leistungen der Filmgeschichte, umso mehr, als sie nur durch Audio existiert.
Her wurde durch die Entwicklung von Large Language Models und KI-Chatbots prophetisch. Die Frage, ob Menschen emotionale Beziehungen zu KI-Systemen entwickeln können und sollen, ist von einer Science-Fiction-Fantasie zu einer realen gesellschaftlichen Debatte geworden.
Verwandte Begriffe