Devs
Alex Garlands Miniserie über einen Quantencomputer, der Vergangenheit und Zukunft simulieren kann, und die Frage, ob freier Wille existiert.
Was ist Devs?
Alex Garlands Miniserie über einen Quantencomputer, der Vergangenheit und Zukunft simulieren kann, und die Frage, ob freier Wille existiert.
Devs (2020) ist eine achtteilige Miniserie von Alex Garland (Ex Machina, Annihilation), die für FX auf Hulu produziert wurde. Die Geschichte folgt Lily Chan (Sonoya Mizuno), einer Softwareentwicklerin, deren Freund nach seinem ersten Tag in der geheimen Devs-Abteilung der Technologiefirma Amaya verschwindet.
Die Devs-Abteilung, geleitet vom enigmatischen CEO Forest (Nick Offerman in einer gegen sein komödiantisches Image besetzten Rolle), hat einen Quantencomputer gebaut, der das Universum simulieren kann. Die Maschine kann die Vergangenheit rekonstruieren und die Zukunft vorhersagen, nicht als Wahrscheinlichkeit, sondern exakt. Die Implikation: Das Universum ist deterministisch, und freier Wille ist eine Illusion.
Garland nutzt diese Prämisse, um philosophische Fragen mit der Intensität eines Thrillers zu stellen. Wenn jede Handlung vorherbestimmt ist, sind wir dann für unsere Taten verantwortlich? Wenn die Zukunft feststeht, können wir sie ändern, indem wir wissen, was passieren wird? Die Serie verhandelt den Determinismus nicht als abstraktes Konzept, sondern als persönliche Krise.
Die visuelle Sprache ist hypnotisch: Das goldene Licht der Devs-Kammer, die riesige Statue von Forests toter Tochter vor dem Firmengebäude, die leeren kalifornischen Landschaften. Der Score von Ben Salisbury und Geoff Barrow verstärkt die Atmosphäre kalter Erhabenheit.
Devs wurde von Kritikern gefeiert, fand aber nur ein kleines Publikum. Zusammen mit Ex Machina und Annihilation bildet die Serie Garlands informelle Trilogie über die Grenzen menschlicher Kontrolle über Technologie.
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