Gibt es Aliens?
Die Wahrscheinlichkeit spricht dafür. Der Beweis fehlt.
Was ist Gibt es Aliens??
Die Wahrscheinlichkeit spricht dafür. Der Beweis fehlt.
Das beobachtbare Universum enthält über 200 Milliarden Galaxien mit jeweils hunderten Milliarden Sternen. Allein in unserer Milchstraße gibt es nach Kepler-Daten geschätzt 40 Milliarden erdgroße Planeten in habitablen Zonen. Die Bausteine des Lebens (Aminosäuren, Wasser, organische Verbindungen) finden sich überall: in Kometen, auf Monden, in interstellaren Gaswolken. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Erde der einzige Ort mit Leben ist, scheint verschwindend gering.
Trotzdem fehlt jeder Beweis. SETI (Search for Extraterrestrial Intelligence) lauscht seit den 1960er Jahren nach künstlichen Signalen aus dem All. Bisher: Stille. Das ist das Fermi-Paradoxon in seiner schärfsten Form: Wenn das Universum so groß und alt ist, wo sind dann alle? Die Antworten reichen von ernüchternd (intelligentes Leben zerstört sich selbst, bevor es interstellar wird) bis verstörend (der Dunkle Wald aus Liu Cixins Trisolaris: Zivilisationen schweigen aus Überlebensinstinkt).
Das James Webb Space Telescope sucht seit 2022 nach Biosignaturen in Exoplaneten-Atmosphären. Der Exoplanet K2-18b zeigte 2023 erste Hinweise auf Methan und Kohlendioxid. Ein eindeutiger Nachweis würde die Frage nicht vollständig beantworten (mikrobisches Leben ist etwas anderes als intelligentes Leben), wäre aber trotzdem die wichtigste wissenschaftliche Entdeckung der Geschichte.
Die Science Fiction hat jede denkbare Antwort durchgespielt: Stanisław Lems Solaris zeigt radikal fremde Intelligenz, Arthur C. Clarkes Childhood's End wohlwollende Vormünder, und H.G. Wells' Krieg der Welten feindliche Invasoren. Die Realität wird vermutlich anders aussehen als alle Szenarien.
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