Galaktische Klubhypothese
Vielleicht kennen sich die fortgeschrittenen Zivilisationen der Galaxis längst untereinander, und wir sind einfach noch nicht reif genug für eine Einladung.
Was ist Galaktische Klubhypothese?
Vielleicht kennen sich die fortgeschrittenen Zivilisationen der Galaxis längst untereinander, und wir sind einfach noch nicht reif genug für eine Einladung.
Die Galaktische-Klub-Hypothese wurde 1973 von Ronald Bracewell vorgeschlagen und besagt, dass fortgeschrittene Zivilisationen in der Milchstraße ein Netzwerk bilden könnten, eine Art galaktische Gemeinschaft, die bewusst entscheidet, welche jüngeren Zivilisationen kontaktiert werden und welche nicht.
Die Logik: Wenn Zivilisationen Millionen Jahre alt werden, hätten sie genug Zeit gehabt, sich gegenseitig zu finden und Kommunikationskanäle aufzubauen. Jüngere Zivilisationen wie die Menschheit könnten absichtlich ausgeschlossen werden, entweder als Schutzmaßnahme (um unsere kulturelle Entwicklung nicht zu stören) oder weil wir einen bestimmten Reifegrad noch nicht erreicht haben.
Verwandte Konzepte: Die Zoo-Hypothese (Ball, 1973) ist enger gefasst, außerirdische Intelligenzen beobachten uns wie Tiere in einem Naturreservat. Die Interdiktionshypothese geht davon aus, dass der Kontakt aktiv verhindert wird. Die Galaktische-Klub-Hypothese kombiniert beides mit einem positiven Ausblick: Die Tür ist nicht verschlossen, sondern wartet darauf, dass wir anklopfen.
Kritik: Die Hypothese erklärt die Große Stille nur, wenn alle Zivilisationen sich an das Kontaktverbot halten, ein einziger Regelbrecher würde genügen, um das System zu durchbrechen.
Verwandte Begriffe