Fermi-Paradox
Wenn das Universum so groß und alt ist, wo sind dann alle? Enrico Fermis berühmte Frage von 1950 bleibt unbeantwortet.
Was ist Fermi-Paradox?
Wenn das Universum so groß und alt ist, wo sind dann alle? Enrico Fermis berühmte Frage von 1950 bleibt unbeantwortet.
Das Fermi-Paradox beschreibt den Widerspruch zwischen der hohen Wahrscheinlichkeit für außerirdische Zivilisationen (Milliarden habitabler Planeten in der Milchstraße, 13,8 Milliarden Jahre Zeit) und dem vollständigen Fehlen jeglicher Beweise für ihre Existenz. Enrico Fermi formulierte die Frage 1950 beim Mittagessen im Los Alamos National Laboratory: Where is everybody?
Die Logik: Eine einzige raumfahrende Zivilisation könnte mit selbstreplizierenden Sonden (Von-Neumann-Sonden) die gesamte Galaxie in wenigen Millionen Jahren besiedeln, ein Wimpernschlag in kosmischen Zeitskalen. Warum sehen wir keine Spuren?
Erklärungsansätze (von Hunderten in der Literatur): Der Große Filter (ein Entwicklungsschritt, den fast keine Zivilisation überlebt, vielleicht hinter uns, vielleicht noch vor uns). Der Zoo-Hypothese (wir werden beobachtet, aber nicht kontaktiert). Die Dunkler-Wald-Theorie (Zivilisationen schweigen aus Angst, entdeckt und vernichtet zu werden, populär durch Liu Cixins Trisolaris-Trilogie). Seltene-Erde-Hypothese (Erdähnliche Bedingungen sind extrem unwahrscheinlich). Technologische Singularität (Zivilisationen entwickeln sich in für uns unerkennbare Formen weiter).
Das Paradox bleibt eine der tiefsten ungelösten Fragen der Wissenschaft.
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