Biodome
Geschlossene Kuppelstrukturen mit eigenem Klima und Ökosystem, das Basiskonzept für Paraterraforming und Marssiedlungen.
Was ist Biodome?
Geschlossene Kuppelstrukturen mit eigenem Klima und Ökosystem, das Basiskonzept für Paraterraforming und Marssiedlungen.
Ein Biodome ist eine geschlossene oder teilgeschlossene Struktur, die eine kontrollierte, erdähnliche Umgebung auf einer lebensfeindlichen Oberfläche schafft. Im Kontext der Kolonisierung bezeichnet der Begriff Kuppeln, Zylinder oder andere Strukturen auf Mond, Mars oder Asteroiden, unter denen Menschen, Pflanzen und Tiere in einer eigenen Atmosphäre leben.
Das Konzept reicht von kleinen Gewächshäusern (Mars-Greenhouse-Experiment) über mittlere Habitate (100–500 m Durchmesser, für einige Hundert Bewohner) bis zu kilometergroßen Kuppelstädten. Die Kuppelform ist strukturell effizient: Sie verteilt den Innendruck gleichmäßig und erfordert weniger Material als flache Dächer.
Materialoptionen umfassen transparentes ETFE (Ethylen-Tetrafluorethylen, bereits in irdischen Bauten wie der Allianz Arena bewährt), Aerogel-Paneele (hervorragende Isolation bei Lichtdurchlässigkeit) und mehrlagige Folien mit UV-Schutz. Auf dem Mars müsste die Kuppel einem Innendruck von 1 atm gegen den Außendruck von 0,006 atm standhalten, eine erhebliche strukturelle Herausforderung.
In der Science-Fiction sind Biodomes ein Standardmotiv: Kim Stanley Robinsons Mars-Trilogie beschreibt überkuppelte Krater, The Expanse zeigt Kuppelstädte auf dem Mars, und zahlreiche Videospiele (Surviving Mars, Planetbase) nutzen das Konzept.
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