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Zeitreise-SF
H.G. Wells erfand 1895 mit The Time Machine das Konzept der Zeitmaschine. Seitdem hat kein anderes Science-Fiction-Motiv so viele Variationen erfahren. Das liegt an der philosophischen Tiefe: Zeitreise ist im Kern eine Frage nach Determinismus, freiem Willen und den Konsequenzen unserer Entscheidungen.
Die Bandbreite ist enorm. Stephen King schickt in 11/22/63 einen Lehrer zurück, um das Kennedy-Attentat zu verhindern. Connie Willis nutzt Zeitreise als Rahmen für akribisch recherchierte historische Romane. Audrey Niffenegger macht daraus eine Liebesgeschichte. Claire North lässt Harry August sein Leben immer wieder von vorne leben.
Die Literatur kennt verschiedene Modelle: Fixierte Zeitlinie (was passiert ist, ist passiert), verzweigte Zeitlinien (jede Änderung erzeugt ein Paralleluniversum) und die Zeitschleife (der Protagonist erlebt denselben Zeitraum immer wieder). Was alle guten Zeitreise-Romane gemeinsam haben: Sie nehmen die Regeln ernst und halten sich an ihr eigenes System.
Einstieg in Zeitreise-SF
11/22/63 von Stephen King ist der zugänglichste Einstieg: klare Prämisse, fesselnder Plot, keine komplizierten Zeitlinien. Wer es kürzer will: All You Need Is Kill von Hiroshi Sakurazaka (Vorlage für Edge of Tomorrow). Für Paradoxien-Fans: The First Fifteen Lives of Harry August von Claire North.
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Häufige Fragen
Was sind die besten Zeitreise-Romane?
11/22/63 von Stephen King, The Time Machine von H.G. Wells, The First Fifteen Lives of Harry August von Claire North und All You Need Is Kill von Hiroshi Sakurazaka gehören zu den Besten.
Welche Zeitreise-Modelle gibt es in der Literatur?
Drei Hauptmodelle: Fixierte Zeitlinie (was passiert ist, passiert), verzweigte Zeitlinien (Änderungen erzeugen Paralleluniversen) und die Zeitschleife (derselbe Zeitraum wird wiederholt).
Gibt es deutsche Zeitreise-Romane?
Die Zeitschleife von Thomas Bay ist eine fünfteilige Serie. Der letzte Tag der Schöpfung von Wolfgang Jeschke gehört zu den Klassikern der deutschen Science-Fiction.