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Alternate History
Alternate History stellt eine einfache Frage mit komplexen Konsequenzen: Was wäre, wenn die Geschichte anders verlaufen wäre? Ein verlorener Krieg wird gewonnen, eine Erfindung kommt früher oder später, eine Schlüsselperson trifft eine andere Entscheidung. Vom Wendepunkt aus entfaltet sich eine alternative Weltgeschichte.
Philip K. Dick hat mit The Man in the High Castle das Genre definiert: Die Achsenmächte haben den Zweiten Weltkrieg gewonnen, und Amerika ist zwischen Japan und dem Deutschen Reich aufgeteilt. Philip Roth fragte in The Plot Against America, was passiert wäre, wenn Charles Lindbergh 1940 US-Präsident geworden wäre. Andreas Eschbach erzählt in NSA, was geschehen wäre, wenn die Nazis Zugang zum Internet gehabt hätten.
Das Genre lebt von der Recherche. Gute Alternate History muss die reale Geschichte kennen, um sie glaubhaft zu verändern. Der Wendepunkt muss plausibel sein, die Konsequenzen durchdacht. Deshalb liest man bei Alternate History immer auch etwas über die Welt, wie sie tatsächlich war.
Einstieg in Alternate History
The Man in the High Castle von Philip K. Dick als Klassiker. NSA von Andreas Eschbach für deutschsprachige Leser. 11/22/63 von Stephen King verbindet Alternate History mit Zeitreise.
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Häufige Fragen
Was ist Alternate History?
Alternate History erzählt von einer Welt, in der die Geschichte an einem bestimmten Punkt anders verlaufen ist. Ein Krieg endet anders, eine Erfindung kommt früher, eine Entscheidung fällt anders aus.
Ist Alternate History Science-Fiction?
Die Zuordnung wird diskutiert. Wenn der Wendepunkt durch Zeitreise ausgelöst wird, ist es klar SF. Wenn die alternative Geschichte einfach als Prämisse gesetzt wird, bewegt sich das Genre an der Grenze zur historischen Fiktion.
Welcher Alternate-History-Roman für Einsteiger?
NSA von Andreas Eschbach ist auf Deutsch geschrieben und stellt eine packende Frage: Was wäre passiert, wenn die Nazis das Internet gehabt hätten?