Kosmologie

Voids

Die riesigen Leerstellen im Kosmischen Netz, Regionen von 30 bis 300 Megaparsec Durchmesser, in denen fast keine Galaxien existieren.

Was ist Voids?

Die riesigen Leerstellen im Kosmischen Netz, Regionen von 30 bis 300 Megaparsec Durchmesser, in denen fast keine Galaxien existieren.

Kosmische Voids sind die größten bekannten Strukturen im Universum und machen rund 80 % seines Volumens aus. Es sind nahezu kugelförmige Regionen mit extrem geringer Galaxiendichte, typischerweise 30 bis 300 Megaparsec (100 bis 1.000 Millionen Lichtjahre) im Durchmesser.

Der erste identifizierte Void wurde 1981 von Robert Kirshner, Augustus Oemler, Paul Schechter und Stephen Shectman im Sternbild Boötes entdeckt, der Boötes-Void hat einen Durchmesser von rund 250 Millionen Lichtjahren und enthält nur etwa 60 Galaxien, wo Tausende zu erwarten wären.

Voids sind keine absolut leeren Räume. Sie enthalten diffuses Gas, wenige vereinzelte Galaxien und vor allem Dunkle Materie in geringer Dichte. Die Grenzflächen von Voids bilden Wände und Filamente, an deren Kreuzungspunkten Galaxienhaufen sitzen.

Für die Kosmologie sind Voids wertvoll, weil sie Informationen über Dunkle Energie liefern: Ihre Form und Expansion reagieren empfindlich auf die kosmologischen Parameter. Das Alcock-Paczyński-Test nutzt die scheinbare Form von Voids, um die Expansionsgeschichte des Universums zu vermessen.