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Satisfactory (2024)

Fabrik bauen auf einem Alien-Planeten. Automation als Sucht.

Was ist Satisfactory (2024)?

Fabrik bauen auf einem Alien-Planeten. Automation als Sucht.

Coffee Stain Studios brachte nach Jahren im Early Access 2024 die 1.0-Version eines Spiels, das Factorio in die dritte Dimension übersetzt. Ein FICSIT-Ingenieur wird auf einen Alien-Planeten geschickt und baut eine immer komplexere Fabrikanlage: Erzminen, Schmelzhütten, Fließbänder, Montageanlagen, Logistiknetze, Zugstrecken, Drohnenrouten.

Das Suchtpotenzial liegt in der Optimierung. Jede Fertigungskette lässt sich effizienter gestalten, jeder Engpass ruft nach einer Lösung, und die Lösung erzeugt den nächsten Engpass. Spieler verbringen Hunderte Stunden damit, ihre Fabriken zu perfektionieren, und nennen es liebevoll 'Spaghetti' (wenn die Fließbänder kreuz und quer laufen) oder 'Pasta' (wenn das Layout symmetrisch und sauber ist).

Die Alien-Welt ist überraschend schön: Korallenwald, Sumpfbiome, Bambuswälder, alles mit einem Grafikstil, der an Studio-Ghibli-Filme erinnert. Die Ironie: Man zerstört diese Schönheit systematisch durch Industrialisierung, und das Spiel kommentiert das zunehmend. Satisfactory macht Ressourcenausbeutung zum Gameplay und wirft nebenbei Fragen auf, die aus einem Cli-Fi-Roman stammen könnten.

Wer den Ingenieurs-Kick in Buchform sucht, liest The Martian (Weir), Seveneves (Stephenson) oder Project Hail Mary (Weir).