Rosetta und Philae
Die erste Sonde, die einen Kometen umkreiste und auf ihm landete, und dabei entdeckte, dass Kometen organische Moleküle und schweres Wasser mitbringen.
Was ist Rosetta und Philae?
Die erste Sonde, die einen Kometen umkreiste und auf ihm landete, und dabei entdeckte, dass Kometen organische Moleküle und schweres Wasser mitbringen.
Die ESA-Mission Rosetta startete 2004 und erreichte nach zehn Jahren Flug (mit Gravity-Assists an Erde und Mars) im August 2014 den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko. Am 12. November 2014 setzte der Lander Philae auf der Kometenoberfläche auf, die erste weiche Landung auf einem Kometen in der Geschichte der Raumfahrt.
Philaes Landung verlief dramatisch: Die Harpunen zur Verankerung feuerten nicht, und der Lander prallte zweimal ab, bevor er in einer schattigen Kluft zum Stillstand kam. Trotz der ungünstigen Lage (zu wenig Sonnenlicht für die Solarpanele) lieferte Philae 60 Stunden lang Daten, bevor der Akku erschöpft war.
Wichtige Entdeckungen: 16 organische Verbindungen auf der Kometenoberfläche, darunter vier erstmals auf einem Kometen nachgewiesene. Das Deuterium-Wasserstoff-Verhältnis im Wasser von 67P unterschied sich deutlich vom irdischen Wasser, was gegen Kometen als Hauptquelle des Erdwassers spricht. Molekularer Sauerstoff (O₂) in der Koma des Kometen, unerwartet und bis heute nicht vollständig erklärt.
Rosetta begleitete den Kometen bis September 2016 und wurde dann kontrolliert auf seiner Oberfläche gelandet.
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