Reionisierung
Die Epoche, in der die ersten Sterne und Galaxien das neutrale Wasserstoffgas des Universums wieder ionisierten, das Ende der kosmischen Dunkelheit.
Was ist Reionisierung?
Die Epoche, in der die ersten Sterne und Galaxien das neutrale Wasserstoffgas des Universums wieder ionisierten, das Ende der kosmischen Dunkelheit.
Die Reionisierung (Epoch of Reionization, EoR) ist eine der großen Phasenübergänge in der Geschichte des Universums. Etwa 200 Millionen bis 1 Milliarde Jahre nach dem Urknall ionisierte die ultraviolette Strahlung der ersten Sterne und Galaxien den neutralen Wasserstoff, der seit der Rekombination (380.000 Jahre nach dem Urknall) das Universum durchzog.
Der Prozess verlief nicht gleichmäßig, sondern in Blasen: Jede frühe Galaxie erzeugte eine ionisierte Blase in ihrer Umgebung, die mit der Zeit wuchs und mit benachbarten Blasen verschmolz, bis das gesamte intergalaktische Medium ionisiert war.
Das James Webb Space Telescope hat die Erforschung dieser Epoche revolutioniert. Es beobachtete Galaxien bei Rotverschiebung z > 10 (weniger als 500 Millionen Jahre nach dem Urknall) und identifizierte Quasare, deren Spektren den Gunn-Peterson-Trog zeigen, eine vollständige Absorption durch neutralen Wasserstoff, die anzeigt, dass die Reionisierung bei z ≈ 6 (1 Milliarde Jahre nach dem Urknall) abgeschlossen war.
Die Reionisierung markiert den Übergang vom dunklen, neutralen Universum zum transparenten, ionisierten Universum, das wir heute beobachten.
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