Prey (2017)
Immersive Sim auf einer Raumstation voller gestaltwandelnder Aliens.
Was ist Prey (2017)?
Immersive Sim auf einer Raumstation voller gestaltwandelnder Aliens.
Arkane Studios (Dishonored) veröffentlichte 2017 eine Immersive Sim, die System Shock, BioShock und Alien in einem Paket vereint. Morgan Yu erwacht auf der Raumstation Talos I, die sich in der Mondumlaufbahn befindet, und entdeckt, dass die Typhon, gestaltwandelnde Aliens, die Station befallen haben. Mimics tarnen sich als Alltagsgegenstände: Jede Kaffeetasse, jeder Stuhl, jede Kiste könnte ein Feind sein.
Das Leveldesign von Talos I ist das eigentliche Meisterwerk. Die Station funktioniert als zusammenhängendes System: Jeder Raum hat mehrere Zugänge, jedes Problem hat mehrere Lösungen. Spieler können hacken, schleichen, kämpfen oder sich mit dem GLOO-Kanon eigene Plattformen bauen. Die Typhon-Neuromods erlauben es, Alien-Fähigkeiten zu erlernen, was allerdings die Stationsverteidigung auf den Spieler aufmerksam macht.
Der Mooncrash-DLC (2018) wandelte das Konzept in einen Roguelike-Modus und gilt als einer der besten DLCs seiner Generation. Die Geschichte stellt Fragen über Bewusstsein (was ist Morgan Yu wirklich?), Ethik der Forschung und die Konsequenzen von Erstkontakt.
Prey wurde bei Release kommerziell übersehen, hat aber eine leidenschaftliche Fangemeinde. Wer die Atmosphäre in Buchform sucht, greift zu Blindsight (Watts), Solaris (Lem) oder John W. Campbells Who Goes There? (Vorlage für The Thing).