Planetenentstehung
Wie aus Staub und Gas Welten werden, der Milliarden Jahre alte Prozess, der aus kosmischem Rohmaterial Erden, Jupters und Neptuns formt.
Was ist Planetenentstehung?
Wie aus Staub und Gas Welten werden, der Milliarden Jahre alte Prozess, der aus kosmischem Rohmaterial Erden, Jupters und Neptuns formt.
Planetenentstehung beginnt in einer protoplanetaren Scheibe und folgt zwei Hauptmodellen: Kernakkretionsmodell und Gravitationsinstabilität.
Beim Kernakkretionsmodell (dem Standardmodell) wachsen Staubkörner durch Kollisionen zu immer größeren Brocken. Ab etwa einem Kilometer Durchmesser hilft die eigene Schwerkraft, weiteres Material einzufangen. Ein Gesteins-Eis-Kern von 10 Erdmassen kann schnell eine massive Gashülle ansammeln und zum Gasriesen werden, so entstanden Jupiter und Saturn. Gesteinsplaneten wie die Erde blieben kleiner, weil in ihrer Nähe zur Sonne kein Eis existierte und weniger Material zur Verfügung stand.
Die Gravitationsinstabilität ist ein schnellerer Prozess: Dichte Klumpen in der Scheibe kollabieren direkt zu Gasriesen, ähnlich wie Sterne aus Gaswolken entstehen. Dieses Modell könnte die Entstehung von Riesenplaneten auf weiten Umlaufbahnen erklären.
Moderne Beobachtungen haben das Bild verkompliziert: Planetenmigration (Gasriesen wandern nach innen oder außen), das 'Grand Tack'-Modell (Jupiter wanderte zur Mars-Bahn und wieder zurück) und das 'Nice-Modell' (die Gasriesen ordneten sich spät um) zeigen, dass Planetensysteme nach der Entstehung dramatisch umgebaut werden.
Olaf Stapledons Star Maker (1937) entwirft kosmische Schöpfungsszenarien. Peter F. Hamiltons Commonwealth-Saga nutzt Planetenentstehung als Hintergrund.
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