Astronomie

Neptun

Der äußerste Planet des Sonnensystems — ein Eisriese mit den schnellsten Winden im Sonnensystem und dem Mond Triton.

Was ist Neptun?

Der äußerste Planet des Sonnensystems — ein Eisriese mit den schnellsten Winden im Sonnensystem und dem Mond Triton.

Neptun
NASA/JPL — Voyager 2, Vollscheibenansicht von Neptun mit dem Großen Dunklen Fleck, 1989

Neptun ist der achte und äußerste Planet des Sonnensystems, etwa 4,5 Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt. Als Eisriese besteht er hauptsächlich aus schweren Elementen wie Wasser, Ammoniak und Methan, wobei Letzteres ihm seine markante blaue Farbe verleiht. Neptuns Winde erreichen über 2.000 km/h — die schnellsten im Sonnensystem.

Sein größter Mond Triton ist vermutlich ein eingefangenes Kuipergürtel-Objekt, das rückläufig (retrograd) um Neptun kreist. Triton besitzt Geysire aus Stickstoff und wird in Millionen von Jahren die Roche-Grenze erreichen und zerrissen werden. Voyager 2 ist die einzige Sonde, die Neptun 1989 besucht hat.

In der Science Fiction ist Neptun seltener als die inneren Planeten, taucht aber in Werken über die äußeren Grenzen des Sonnensystems auf. Alastair Reynolds nutzt Neptun in seiner Revelation-Space-Reihe als Schauplatz für Konflikte in den äußeren Regionen. Kim Stanley Robinson erwähnt Neptun in 2312 als Teil des erweiterten menschlichen Siedlungsraums.

Neptuns Geschichte ist selbst dramatisch: Er wurde 1846 aufgrund mathematischer Vorhersagen entdeckt — der erste Planet, der am Schreibtisch berechnet wurde, bevor ihn jemand durch ein Teleskop sah.

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