Kuipergürtel
Ring aus Eis- und Gesteinsobjekten jenseits der Neptunbahn — Heimat von Pluto, Eris und Millionen kleinerer Körper.
Was ist Kuipergürtel?
Ring aus Eis- und Gesteinsobjekten jenseits der Neptunbahn — Heimat von Pluto, Eris und Millionen kleinerer Körper.
Der Kuipergürtel ist eine scheibenförmige Region jenseits der Neptunbahn, die sich von etwa 30 bis 50 AU erstreckt und Millionen von Eis- und Gesteinskörpern enthält. Benannt nach dem niederländisch-amerikanischen Astronomen Gerard Kuiper, der 1951 die Existenz einer solchen Region vermutete. Hier befinden sich die Zwergplaneten Pluto, Eris, Haumea und Makemake sowie unzählige kleinere Objekte.
Der Kuipergürtel ist ein Überbleibsel der Entstehung des Sonnensystems: Material, das durch Neptuns Gravitationseinfluss daran gehindert wurde, sich zu einem Planeten zusammenzuballen. Kurzperiodische Kometen (mit Umlaufzeiten unter 200 Jahren) stammen aus dieser Region.
In der Science Fiction ist der Kuipergürtel die letzte Grenze vor dem interstellaren Raum. In Alastair Reynolds' Revelation-Space-Universum befinden sich im Kuipergürtel verlassene außerirdische Artefakte. James S.A. Coreys The Expanse behandelt den Gürtel als politische Einheit (obwohl dort primär der Asteroidengürtel gemeint ist, reichen die Belter-Aktivitäten bis in die äußeren Regionen). Kim Stanley Robinson beschreibt in 2312 Siedlungen auf Kuipergürtel-Objekten. Die Region verkörpert in der Literatur die Schwelle zwischen dem Vertrauten und dem Unbekannten — noch Teil des Sonnensystems, aber bereits am Übergang zur interstellaren Leere.
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