Nausicaä aus dem Tal der Winde (1984)
Hayao Miyazakis wegweisender Anime über eine Prinzessin, die in einer postapokalyptischen Welt zwischen Menschheit und toxischem Dschungel vermittelt.
Was ist Nausicaä aus dem Tal der Winde (1984)?
Hayao Miyazakis wegweisender Anime über eine Prinzessin, die in einer postapokalyptischen Welt zwischen Menschheit und toxischem Dschungel vermittelt.
Nausicaä aus dem Tal der Winde war der Film, der Studio Ghibli ermöglichte, und gilt als eines der einflussreichsten Werke des animierten Films. Hayao Miyazaki adaptierte seinen eigenen Manga und erzählt die Geschichte einer jungen Prinzessin in einer Welt, die tausend Jahre nach einem apokalyptischen Krieg von einem giftigen Dschungel, dem Meer der Fäulnis, überwuchert wird. Riesige Insekten, die Ohmu, bewachen den Dschungel.
Die Menschen leben in kleinen Königreichen und kämpfen ums Überleben, während zwei rivalisierende Imperien einen Krieg führen, der den Planeten endgültig zerstören könnte. Nausicaä fliegt auf einem selbstgebauten Gleiter über den Dschungel und entdeckt, dass das Meer der Fäulnis nicht die Erde vergiftet, sondern sie reinigt: Der Wald filtert die Giftstoffe aus dem Boden und verwandelt sie in saubere Erde. Die Bedrohung, die die Menschheit zu vernichten droht, ist in Wahrheit ihr Heilungsprozess.
Miyazakis ökologische Botschaft war 1984 ihrer Zeit voraus und ist heute aktueller denn je. Nausicaä ist keine konventionelle Heldin: Sie kämpft, aber bevorzugt Diplomatie. Sie ist mutig, aber auch verletzlich.
Sie versteht, dass die Ohmu und der Dschungel keine Feinde sind, sondern Teile eines Ökosystems, das die Menschheit selbst zerstört hat. Der Film war so erfolgreich, dass er die Gründung von Studio Ghibli ermöglichte. Der vollständige Manga, der bis 1994 fortgesetzt wurde, geht weit über den Film hinaus und wird als Miyazakis erzählerisches Magnum Opus betrachtet. Nausicaä hat das Bild der weiblichen Protagonistin im Anime grundlegend verändert und den Weg für Figuren wie Prinzessin Mononoke geebnet.
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