Mondkolonisierung
Der Mond als Sprungbrett ins Sonnensystem, Artemis, Gateway und die Pläne für eine dauerhafte Mondbasis am Südpol.
Was ist Mondkolonisierung?
Der Mond als Sprungbrett ins Sonnensystem, Artemis, Gateway und die Pläne für eine dauerhafte Mondbasis am Südpol.
Die Mondkolonisierung zielt auf eine permanente menschliche Präsenz auf dem Erdmond. Der Mond liegt nur 1,3 Lichtsekunden entfernt (Echtzeitkommunikation möglich), hat Wassereis an den Polen und bietet sich als Testfeld für Mars-Technologien an.
Das Artemis-Programm der NASA plant seit den 2020er Jahren die Rückkehr bemannter Missionen zum Mond, mit dem Gateway als orbitaler Station und einem Basiscamp am lunaren Südpol. Der Südpol ist strategisch wertvoll: Permanent beschattete Krater enthalten geschätzt Milliarden Tonnen Wassereis (Shackleton, Cabeus), während nahegelegene Berggipfel fast durchgängig Sonnenlicht erhalten (Peaks of Eternal Light).
Chinas Mondprogramm (ILRS, International Lunar Research Station) verfolgt parallel eigene Basispläne, mit geplanter Fertigstellung einer Basisinfrastruktur bis 2035. Indien, Japan und die ESA sind als Partner beteiligt.
Habitat-Konzepte umfassen aufblasbare Module (Bigelow-Typ), 3D-gedruckte Strukturen aus Regolith und die Nutzung natürlicher Lavatunnel. Die geringe Schwerkraft (1/6 g) erleichtert Bauarbeiten, aber die extremen Temperaturunterschiede (–170 bis +120 °C zwischen Nacht und Tag, 14 Erdtage Dunkelheit) und der allgegenwärtige, abrasive Mondstaub sind ernsthafte Herausforderungen.
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