Konzept

Uploading

Das hypothetische Übertragen eines menschlichen Bewusstseins in einen Computer, um digitale Unsterblichkeit zu erlangen.

Was ist Uploading?

Das hypothetische Übertragen eines menschlichen Bewusstseins in einen Computer, um digitale Unsterblichkeit zu erlangen.

Mind Uploading, auch Whole Brain Emulation genannt, beschreibt den Prozess, ein menschliches Gehirn in seiner gesamten Struktur zu scannen und als Software auf einem Computer zu emulieren. Das Ergebnis wäre eine digitale Kopie des Bewusstseins, die theoretisch unbegrenzt existieren könnte.

Das Konzept wirft fundamentale philosophische Fragen auf. Ist die Kopie wirklich 'ich', oder nur eine perfekte Imitation? Wenn das Original weiterlebt, existieren dann zwei Versionen derselben Person? Das Problem erinnert an das Transporterproblem in Star Trek: Wird die Person transportiert oder getötet und kopiert?

In der Science-Fiction wird Mind Uploading vielfältig behandelt. Greg Egans 'Permutation City' (1994) ist die tiefgehendste Exploration: Digitale Kopien erschaffen ihre eigenen Universen mit eigenen Physikgesetzen. In Richard K. Morgans 'Altered Carbon' werden Bewusstseine in 'Stacks' gespeichert und in neue Körper geladen. 'Black Mirror' zeigte in 'San Junipero' eine romantische und in 'White Christmas' eine alptraumhafte Version digitaler Existenz.

Die technischen Hürden sind gewaltig. Das menschliche Gehirn enthält etwa 86 Milliarden Neuronen mit geschätzt 150 Billionen synaptischen Verbindungen. Die Konnektom-Forschung versucht, diese Verbindungen zu kartieren, ist aber noch Jahrzehnte von einer vollständigen Kartierung entfernt.

Transhumanisten wie Ray Kurzweil sehen Mind Uploading als Weg zur Unsterblichkeit. Kritiker argumentieren, dass Bewusstsein möglicherweise nicht auf Informationsverarbeitung reduzierbar ist und dass ein Upload bestenfalls eine Kopie wäre, die sich für das Original hält.