Verfilmung

The Matrix (1999)

Die Wachowskis' philosophischer Action-Film über simulierte Realität.

Was ist The Matrix (1999)?

Die Wachowskis' philosophischer Action-Film über simulierte Realität.

The Matrix (1999) der Wachowski-Schwestern kombinierte Cyberpunk-Ästhetik, fernöstliche Kampfkunst und westliche Philosophie zu einem Film, der die Popkultur der Jahrtausendwende definierte. Die Prämisse ist radikal: Die gesamte wahrgenommene Realität ist eine Computersimulation, in der die Menschheit als Energiequelle für Maschinen gehalten wird.

Visuell setzte The Matrix Maßstäbe. Die Bullet-Time-Technik, bei der die Kamera ein eingefrorenes Bild umkreist, wurde zum meistkopierten Effekt der Filmgeschichte. Die grünen Zeichenregen des Matrix-Codes sind ikonisch. Die Kampfchoreografie von Yuen Woo-ping brachte Hongkong-Action ins Hollywood-Kino.

Die philosophische Tiefe unterscheidet den Film von seinen Nachahmern. Die rote Pille als Symbol für unbequeme Wahrheit stammt direkt aus dem Film. Die Wachowskis zitieren Platons Höhlengleichnis, Jean Baudrillards Simulacra and Simulation (Neos Versteck für seine Software), Philip K. Dicks Realitätszweifel und William Gibsons Cyberspace-Visionen. Der Film machte die Simulationstheorie zu einem Alltagsbegriff und beeinflusste die öffentliche Debatte über virtuelle Realität und künstliche Intelligenz.

Die Fortsetzungen Reloaded und Revolutions (beide 2003) sowie Resurrections (2021) erreichten nicht die Wirkung des Originals, aber der erste Teil bleibt einer der einflussreichsten SF-Filme aller Zeiten.