Cyberpunk
High Tech, Low Life — Technologie in einer kaputten Gesellschaft.
Was ist Cyberpunk?
High Tech, Low Life — Technologie in einer kaputten Gesellschaft.
High Tech, Low Life: Cyberpunk verbindet fortgeschrittene Technologie mit sozialem Verfall. Megakonzerne haben die Regierungen abgelöst, Hacker kämpfen im Cyberspace, und die Straßen sind neonbeleuchteter Verfall. Die Technologie ist allgegenwärtig, aber sie befreit niemanden, sie macht die Mächtigen mächtiger.
William Gibson erfand das Genre mit Neuromancer (1984): ein drogensüchtiger Hacker, ein Cyberspace aus geometrischen Formen, und Megakonzerne, die Unsterblichkeit kaufen können. Bruce Sterling und Gibson veröffentlichten 1986 die Anthologie Mirrorshades, die das Cyberpunk-Manifest war. Neal Stephenson (Snow Crash, 1992) brachte Humor und das Konzept des Metaverse in den Cyberpunk. Richard Morgan (Altered Carbon, 2002) verschmolz Noir-Detektivgeschichte mit einer Welt, in der Bewusstsein auf Speichermedien übertragen werden kann.
Blade Runner (1982, Ridley Scott) definierte die visuelle Ästhetik: verregnete Straßen, Neonreklame, fliegende Autos über verfallenden Gebäuden. The Matrix (1999) erweiterte Cyberpunk um die philosophische Frage, ob die Realität selbst eine Simulation ist. Ghost in the Shell (1995, Mamoru Oshii) brachte japanischen Cyberpunk in den Westen.
Im deutschsprachigen Raum schrieb Tom Hillenbrand mit Hologrammatica (2018) und Qube (2020) zeitgemäßen Cyberpunk. Das Spiel Cyberpunk 2077 und die Anime-Serie Edgerunners brachten das Genre 2022 zurück ins Mainstream-Bewusstsein. Cyberpunk als Ästhetik (Neon, Regen, Prothesen) ist längst in Mode, Musik und Design angekommen.
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