Kosmologische Konstante
Einsteins berühmtester Fehler, und möglicherweise doch richtig: eine Konstante in den Feldgleichungen, die heute als mathematischer Ausdruck der Dunklen Energie interpretiert wird.
Was ist Kosmologische Konstante?
Einsteins berühmtester Fehler, und möglicherweise doch richtig: eine Konstante in den Feldgleichungen, die heute als mathematischer Ausdruck der Dunklen Energie interpretiert wird.
Die kosmologische Konstante (Lambda, Λ) ist ein Term in Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie, den er 1917 einführte, um ein statisches Universum zu ermöglichen. Als Edwin Hubble 1929 die Expansion des Universums nachwies, verwarf Einstein Lambda als seinen größten Fehler.
Doch 1998 entdeckten zwei unabhängige Teams (Supernova Cosmology Project unter Saul Perlmutter und High-z Supernova Search unter Brian Schmidt und Adam Riess) anhand entfernter Typ-Ia-Supernovae, dass die Expansion des Universums sich beschleunigt. Die einfachste Erklärung dafür ist eine positive kosmologische Konstante, Einsteins verworfener Term erwies sich als prophetisch.
Die kosmologische Konstante repräsentiert eine konstante Energiedichte des Vakuums, die den Raum auseinandertreibt. Der gemessene Wert ist extrem klein (ca. 10⁻⁵² m⁻²), aber die Quantenfeldtheorie sagt einen Wert vorher, der um 120 Größenordnungen größer ist. Dieses Vakuumenergie-Problem gilt als eine der größten ungelösten Fragen der Physik.
Perlmutter, Schmidt und Riess erhielten 2011 den Nobelpreis für Physik für ihre Entdeckung der beschleunigten Expansion.
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