Klonen
Erzeugung genetisch identischer Kopien eines Organismus.
Was ist Klonen?
Erzeugung genetisch identischer Kopien eines Organismus.
Klonen, die Erzeugung genetisch identischer Kopien eines Organismus, gehört zu den vielseitigsten Konzepten der Science Fiction. Die Geschichten reichen von Jurassic Parks Dinosauriern (Michael Crichton, 1990) über Kampfklone (die Klonarmee in Star Wars, die alten Körper in Old Man's War) bis zu existenziellen Fragen der Identität.
Die emotionalste Behandlung lieferte Kazuo Ishiguro in Never Let Me Go (2005): Klone, die als Organspender gezüchtet werden und wissen, dass ihr Leben ein Ablaufdatum hat. Edward Ashton drehte das Konzept in Mickey7 (2022) zur schwarzen Komödie: Ein Klon wird für die gefährlichsten Jobs auf einer Kolonie eingesetzt, stirbt, wird ersetzt, und die siebte Version weigert sich zu sterben.
In der Realität wurde 1996 das Schaf Dolly als erstes Säugetier aus einer ausdifferenzierten Körperzelle geklont. Das Verfahren (somatischer Zellkerntransfer) funktioniert, ist aber ineffizient. Menschliches reproduktives Klonen ist in den meisten Ländern verboten, therapeutisches Klonen (zur Stammzellengewinnung) wird erforscht.
Die SF-Frage, die bleibt: Ist ein Klon eine eigenständige Person oder eine Kopie? Hat er dieselben Rechte wie das Original? Ursula K. Le Guins Nine Lives (1969) stellte diese Frage schon früh. Die moderne Diskussion über KI-Bewusstsein verschmilzt zunehmend mit der Klon-Debatte.
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