Invasion of the Body Snatchers (1978)
Meisterhafte Neuverfilmung des Klassikers über Aliens, die schlafende Menschen durch emotionslose Kopien ersetzen.
Was ist Invasion of the Body Snatchers (1978)?
Meisterhafte Neuverfilmung des Klassikers über Aliens, die schlafende Menschen durch emotionslose Kopien ersetzen.
Invasion of the Body Snatchers (1978) ist einer der seltenen Fälle, in denen ein Remake das Original übertrifft. Philip Kaufmans Version der Geschichte, ursprünglich ein Roman von Jack Finney aus dem Jahr 1954, verlegt die Handlung von der Kleinstadt in das San Francisco der späten 1970er-Jahre und gewinnt dadurch eine neue Dringlichkeit.
Die Prämisse bleibt: Außerirdische Sporen kommen auf die Erde und wachsen zu Pflanzenkapseln heran, die schlafende Menschen kopieren und die Originale zerstören. Die Kopien sehen identisch aus, haben alle Erinnerungen, aber keine echten Emotionen. Sie sind perfekte Simulationen von Menschen, die nicht mehr menschlich sind.
Donald Sutherland spielt den Gesundheitsinspektor Matthew Bennell, der zusammen mit der Kollegin Elizabeth (Brooke Adams) erkennt, was geschieht. Leonard Nimoy ist als charismatischer Pop-Psychologe besonders effektiv, Jeff Goldblum und Veronica Cartwright vervollständigen das Ensemble.
Der Film funktioniert als Paranoia-Thriller auf höchstem Niveau. Die Frage, wer noch Mensch ist und wer bereits ersetzt wurde, erzeugt eine Atmosphäre permanenter Unsicherheit. Die berühmte Schlussszene gehört zu den verstörendsten Enden der Filmgeschichte.
Politisch wurde der Film als Kommentar auf Konformität, die Me-Generation und den Verlust von Individualität gelesen. In den 1950ern war das Original eine Allegorie auf McCarthyismus oder kommunistische Infiltration (je nach Lesart). Die 1978er-Version reflektiert die Post-Vietnam- und Post-Watergate-Paranoia.
Der Film beeinflusste zahllose Werke über Doppelgänger, Infiltration und den Verlust der Identität. John Carpenters The Thing (1982) greift ähnliche Motive auf.
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