Exodus (2026)
Zeitdilatations-RPG: Jede Mission kostet Jahrzehnte auf der Heimatwelt.
Was ist Exodus (2026)?
Zeitdilatations-RPG: Jede Mission kostet Jahrzehnte auf der Heimatwelt.
Archetype Entertainment (gegründet von Ex-BioWare-Veteranen, darunter Drew Karpyshyn und James Ohlen) entwickelt ein Action-RPG mit einem Kernkonzept, das direkt aus der Hard-SF stammt: Zeitdilatation als Gameplay-Mechanik. Reisen durch Wurmlöcher dauern für den Spieler Wochen, aber auf der Heimatwelt vergehen Jahrzehnte. Freunde altern, Gesellschaften verändern sich, politische Systeme entstehen und zerfallen, während der Spieler auf einer Mission ist.
Die Konsequenzen sind generationsübergreifend: Entscheidungen, die auf einer Mission getroffen werden, formen die Welt, in die der Spieler zurückkehrt. Ein geretteter Verbündeter könnte Jahrzehnte später eine Bewegung gegründet haben, ein zerstörter Handelsposten könnte eine Hungersnot ausgelöst haben. Das Spiel verspricht, dass keine zwei Rückkehren gleich sind.
Das Konzept ist im Grunde Joe Haldemans The Forever War als Spielmechanik: Soldaten, die aus dem Einsatz zurückkehren und eine Welt vorfinden, die sie nicht mehr verstehen. Haldeman verarbeitete seine Vietnam-Erfahrung in diesem Roman, und die emotionale Entfremdung durch Zeitverschiebung gehört zu den wirkungsvollsten Themen der SF-Literatur.
Wer die Zeitdilatations-Thematik in Buchform sucht, liest The Forever War (Haldeman), House of Suns (Reynolds, Reisende über Millionen Jahre) oder The Algebraist (Banks).
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