Dyson-Sphäre
Hypothetische Megastruktur, die einen Stern umhüllt, um seine gesamte Energie zu ernten — das ultimative Bauprojekt einer fortgeschrittenen Zivilisation.
Was ist Dyson-Sphäre?
Hypothetische Megastruktur, die einen Stern umhüllt, um seine gesamte Energie zu ernten — das ultimative Bauprojekt einer fortgeschrittenen Zivilisation.
Die Dyson-Sphäre ist ein Gedankenexperiment des Physikers Freeman Dyson aus dem Jahr 1960: Eine technologisch fortgeschrittene Zivilisation könnte ihren Stern mit einer Struktur umgeben, um dessen gesamte Energieabstrahlung zu nutzen. Dyson selbst stellte sich keinen festen Panzer vor, sondern einen Schwarm unabhängiger Solarsatelliten (Dyson-Schwarm). Die Idee einer festen Schale prägte aber die Science Fiction.
Olaf Stapledon beschrieb das Konzept bereits 1937 in Star Maker. Larry Nivens Ringworld (1970) variiert die Idee als einzelnen Ring um einen Stern. Bob Shaw nutzte in Orbitsville (1975) eine vollständige Dyson-Sphäre als Schauplatz. In Star Trek: The Next Generation (Folge 'Relics') entdeckt die Enterprise eine verlassene Dyson-Sphäre. Peter F. Hamilton beschreibt in Pandora's Star (2004) eine Variation des Konzepts. Gregory Benford und Larry Niven entwarfen in Bowl of Heaven (2012) eine Halbschale als Kompromiss.
Dyson schlug vor, nach den Infrarot-Signaturen solcher Strukturen zu suchen, da eine Sphäre die aufgenommene Sternenenergie als Wärme abstrahlen müsste. Tabbys Stern (KIC 8462852) wurde kurzzeitig als Kandidat gehandelt. Das SETI-Programm sucht aktiv nach solchen Signaturen.
Die Dyson-Sphäre steht auf Stufe II der Kardaschow-Skala und verkörpert den Sprung vom planetaren zum stellaren Energieniveau.
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