Atompunk
Die Zukunft, wie sie in den 1950ern vorgestellt wurde — Atomautos, Raketenrucksäcke und glänzender Retrofuturismus.
Was ist Atompunk?
Die Zukunft, wie sie in den 1950ern vorgestellt wurde — Atomautos, Raketenrucksäcke und glänzender Retrofuturismus.
Atompunk ist ein Subgenre der Science Fiction, das die Zukunftsvisionen der Atomic Age-Ära (1945–1965) aufgreift und in alternative Geschichten oder spekulative Settings überführt. Die Ästhetik ist geprägt von dem ungebrochenen Optimismus der Nachkriegszeit: Atomenergie würde alle Probleme lösen, Autos würden fliegen, Roboter den Haushalt erledigen und die Menschheit würde bis 1990 den Mars besiedelt haben. Visuell dominieren chromblitzende Oberflächen, Heckflossen, Nierenformen, pastellfarbene Küchen und riesige Röhrenfernseher.
Die Fallout-Spieleserie ist das bekannteste Beispiel für Atompunk: Eine retrofuturistische Welt, in der die 1950er-Ästhetik nie endete und die Atomkriegsangst der Ära Realität wurde. The Incredibles von Pixar nutzt Atompunk-Design für seine Architektur und Mode. The Jetsons sind reinster Atompunk im Cartoon-Format.
In der Literatur sind Philip K. Dicks frühe Werke und Ray Bradburys Kurzgeschichten stilistisch dem Atompunk nahestehend, obwohl der Begriff erst retrospektiv geprägt wurde. Atompunk fasziniert, weil es eine verlorene Zukunft zeigt: Die Welt, die wir uns erhofften und nie bekamen.
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