Annihilation (2018)
Alex Garlands visuell atemberaubende Verfilmung von Jeff VanderMeers Roman über eine Zone, in der die Naturgesetze mutieren.
Was ist Annihilation (2018)?
Alex Garlands visuell atemberaubende Verfilmung von Jeff VanderMeers Roman über eine Zone, in der die Naturgesetze mutieren.
Annihilation (2018) ist einer der visuell und thematisch ungewöhnlichsten SF-Filme der letzten Jahre. Regisseur Alex Garland (Ex Machina) adaptierte Jeff VanderMeers gleichnamigen Roman, nahm sich aber erhebliche Freiheiten und schuf ein Werk, das näher am Geist als am Buchstaben der Vorlage ist.
Natalie Portman spielt die Biologin Lena, deren Mann (Oscar Isaac) als einziger Überlebender einer Expedition in den Shimmer zurückkehrt, eine expandierende Zone, die von einem außerirdischen Einschlag ausgelöst wurde. Lena schließt sich einer rein weiblichen Expedition an, um das Zentrum des Shimmers zu erreichen und zu verstehen, was geschieht.
Im Shimmer mutiert alles. DNA wird gemischt und rekombiniert. Pflanzen nehmen menschliche Formen an. Tiere verschmelzen. Die Crew beginnt sich zu verändern, physisch und psychisch. Der Shimmer ist kein Angreifer, er ist ein Transformator. Er zerstört nicht, er verändert. Und die Frage, ob das Zerstörung oder Schöpfung ist, bleibt offen.
Die letzte halbe Stunde des Films gehört zu den mutigsten Sequenzen im Mainstream-Kino. Eine Begegnung mit dem Alien im Leuchtturm, die wortlos, abstrakt und zutiefst verstörend ist. Der Alien-Doppelgänger, der Lenas Bewegungen spiegelt, ist eine der unheimlichsten und originellsten Darstellungen von Fremdheit in der Filmgeschichte.
Der Film war an den amerikanischen Kinokassen kein Erfolg und wurde international direkt auf Netflix veröffentlicht. Kritiker lobten ihn als einen der besten SF-Filme des Jahrzehnts. Annihilation beweist, dass Science Fiction immer noch fähig ist, Bilder zu finden, die man noch nie gesehen hat, und Fragen zu stellen, die man nicht beantworten kann.
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