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Cyberpunk
Cyberpunk ist Science-Fiction in einer nahen, dystopischen Zukunft. High Tech und Low Life: mächtige Konzerne, eine verarmte Unterschicht, allgegenwärtige Technologie, virtuelle Realitäten und Körpermodifikationen. William Gibson hat das Genre 1984 mit Neuromancer begründet und dabei Begriffe wie Cyberspace geprägt, die in unsere Alltagssprache eingegangen sind.
Das Genre war immer nah an der Realität. Gibson schrieb über eine Welt, in der Konzerne mächtiger sind als Staaten, Informationen die wertvollste Währung sind und Menschen sich technologisch optimieren. 40 Jahre später liest sich das weniger wie Fiktion. Cyberpunk hat sich von einem literarischen Genre zu einer Ästhetik entwickelt, die Filme (Blade Runner, The Matrix), Spiele (Cyberpunk 2077, Deus Ex) und Mode beeinflusst.
Moderne Cyberpunk-Romane greifen aktuelle Themen auf: KI-Übermacht, algorithmische Diskriminierung, Gig-Economy als Dystopie. Neal Stephenson hat mit Snow Crash das Metaverse vorhergesagt, bevor Mark Zuckerberg sein Unternehmen danach benannte. Das Genre bleibt relevant, weil die Realität ihm entgegenkommt.
Einstieg in Cyberpunk
Neuromancer von William Gibson ist der Klassiker und Genrebegründer. Snow Crash von Neal Stephenson ist humorvoller und zugänglicher. Für einen modernen Einstieg eignet sich Autonomous von Annalee Newitz oder Qualityland von Marc-Uwe Kling (deutschsprachig, satirisch).
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Häufige Fragen
Was ist Cyberpunk?
Cyberpunk ist Science-Fiction in einer nahen, dystopischen Zukunft. Merkmale: High Tech und Low Life, mächtige Konzerne, Überwachung, virtuelle Realitäten und Körpermodifikationen.
Ist Cyberpunk noch aktuell?
Aktueller denn je. KI-Übermacht, Konzernherrschaft, Überwachung und soziale Ungleichheit durch Technologie sind keine Fiktion mehr.
Was ist der Unterschied zwischen Cyberpunk und Dystopie?
Cyberpunk fokussiert auf Technologie und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft. Dystopien sind breiter: jede unterdrückende Gesellschaftsform, auch ohne Technologie-Fokus.