Kosmologie

Zyklisches Universum

Die Idee, dass der Urknall kein einmaliger Anfang war, sondern das Universum in endlosen Zyklen von Expansion und Kontraktion pulsiert.

Was ist Zyklisches Universum?

Die Idee, dass der Urknall kein einmaliger Anfang war, sondern das Universum in endlosen Zyklen von Expansion und Kontraktion pulsiert.

Das zyklische Universum (Cyclic Universe) ist ein kosmologisches Modell, in dem der Urknall nicht den absoluten Anfang darstellt, sondern den Übergang zwischen zwei Phasen eines sich ewig wiederholenden Zyklus. Die Idee hat alte philosophische Wurzeln (hinduistische Kosmologie, stoische Philosophie) und wurde in der modernen Physik mehrfach formalisiert.

Das bekannteste moderne Modell ist das Ekpyrotische Szenario von Paul Steinhardt und Neil Turok (2001). In ihrer String-Theorie-basierten Version kollidieren zwei parallele Branen (höherdimensionale Membranen) periodisch miteinander. Jede Kollision erzeugt einen neuen Urknall, gefolgt von Expansion, Abkühlung und schließlich erneuter Kontraktion.

Roger Penrose schlug 2010 die Conformal Cyclic Cosmology (CCC) vor: Jeder Zyklus (Äon) endet in einem Big Freeze, der durch konforme Reskalierung mathematisch identisch mit einem neuen Urknall wird. Penrose behauptet, in der CMB kreisförmige Muster (Hawking Points) gefunden zu haben, die von Schwarzen Löchern des vorherigen Äons stammen, die Interpretation ist allerdings umstritten.

Kein zyklisches Modell ist bisher experimentell bestätigt. Sie bieten aber eine Alternative zur Frage, was vor dem Urknall war.

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