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SciFi mit Humor

Bücher zum Lachen und Staunen gleichzeitig.

Was ist SciFi mit Humor?

Bücher zum Lachen und Staunen gleichzeitig.

Science Fiction muss nicht düster sein. Einige der besten Werke des Genres verbinden spekulative Ideen mit Witz und Selbstironie und erreichen damit ein Publikum, das von schwermütiger Zukunftsliteratur abgeschreckt wird.

Douglas Adams' Per Anhalter durch die Galaxis (1979) ist das Ur-Werk der komischen SF. Adams' absurder Humor und seine beiläufige Brillanz (die Antwort auf alles ist 42) prägten Generationen von Autoren. John Scalzi führt die Tradition fort: Old Man's War verbindet Military SF mit trockenem Humor, Redshirts ist eine liebevolle Parodie auf Star Trek. Martha Wells' Murderbot Diaries erzählen von einer sozial ängstlichen Kampfdrohne, die lieber Serien schaut als Menschen zu beschützen. Die Reihe gewann Hugo und Nebula Awards.

Im deutschsprachigen Raum hat Marc-Uwe Kling mit QualityLand (2017) gezeigt, dass Satire und Science Fiction zusammen funktionieren. Dennis E. Taylors Bobiverse-Reihe macht eine der verrücktesten Prämissen der SF (ein toter Technik-Nerd wird zur Von-Neumann-Sonde) zum Pageturner. Catherynne M. Valentes Space Opera schickt die Menschheit zu einem intergalaktischen Eurovision Song Contest.

Auch im Warhammer-40K-Universum gibt es Humor: Sandy Mitchells Ciaphas Cain, ein feiger Kommissar, der versehentlich zum Helden wird, ist die Antithese zum Grimdark-Pathos des Settings. Humor in der SF dient oft als trojanisches Pferd für ernste Themen. Adams verhandelt Existenzialismus, Kling kritisiert den Plattformkapitalismus, und Wells' Murderbot fragt, was Autonomie bedeutet.