Raumstation
Orbitale Habitate, von der realen ISS bis zu fiktiven Megastrukturen wie Babylon 5 oder dem Todesstern.
Was ist Raumstation?
Orbitale Habitate, von der realen ISS bis zu fiktiven Megastrukturen wie Babylon 5 oder dem Todesstern.
Raumstationen sind orbitale Strukturen, die als Lebensraum, Forschungseinrichtung oder militärische Basis im Weltraum dienen. In der Realität existieren sie seit 1971 (Saljut 1), in der Science-Fiction seit Jahrzehnten zuvor.
Die Internationale Raumstation (ISS), seit 2000 durchgehend bewohnt, ist mit 109 Metern Spannweite die größte jemals gebaute Raumstation. Ihre Nachfolgerin wird voraussichtlich die private Axiom Station sein. China betreibt die Tiangong-Station seit 2022.
In der Science-Fiction sind Raumstationen weit ambitionierter. Arthur C. Clarkes '2001: A Space Odyssey' zeigte eine rotierende Radstation, die durch Zentrifugalkraft künstliche Schwerkraft erzeugt. Dieses Design basiert auf realer Physik und wurde von Wernher von Braun bereits in den 1950ern vorgeschlagen.
'Babylon 5' (1993–1998) machte die titelgebende Station zum Zentrum interstellarer Diplomatie, einer Art UN im Weltraum. 'Deep Space Nine' (1993–1999) spielte auf einer cardassianischen Station am Wurmloch. 'The Expanse' zeigt Tycho Station als Ingenieursmeisterwerk im Asteroidengürtel.
Der Todesstern aus Star Wars ist technisch eine Raumstation, wenn auch eine von der Größe eines kleinen Mondes mit einer planetenzerstörenden Waffe. Elysium (2013) zeigte eine ringförmige Luxusstation für die Reichen, während die Armen auf der verwüsteten Erde zurückbleiben.
O'Neill-Zylinder, vorgeschlagen vom Physiker Gerard K. O'Neill in den 1970ern, sind zylindrische Habitate, die durch Rotation Schwerkraft erzeugen und Millionen Menschen beherbergen könnten. Jeff Bezos hat sie als Zukunftsvision für Blue Origin genannt.
Die Raumstation ist das Bindeglied zwischen heutiger Raumfahrt und den Visionen der Science-Fiction: der erste Schritt zum dauerhaften Leben im All.
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