Planetare Ringe
Saturns Ringe sind das Paradebeispiel, aber auch Jupiter, Uranus und Neptun haben Ringe, sogar Asteroiden und Zwergplaneten.
Was ist Planetare Ringe?
Saturns Ringe sind das Paradebeispiel, aber auch Jupiter, Uranus und Neptun haben Ringe, sogar Asteroiden und Zwergplaneten.
Planetare Ringe bestehen aus Milliarden kleiner Partikel, von Staubkörnern bis hausgroßen Eisbrocken, die einen Planeten in seiner Äquatorebene umkreisen. Saturns Ringsystem ist das bei weitem spektakulärste: Es erstreckt sich über 282.000 km Durchmesser, ist aber stellenweise nur 10 Meter dick.
Cassini enthüllte während seiner 13-jährigen Mission (2004–2017) eine erstaunliche Komplexität: Gravitationswellen in den Ringen, von Monden erzeugte Lücken (Cassini-Teilung), 'Propeller'-Strukturen von eingebetteten Moonlets und sogar einen neuen Mond (Daphnis), der Wellen am Rand der Keeler-Lücke erzeugt.
2017 lieferte Cassinis 'Grand Finale', die letzten Orbits zwischen Ringen und Planet, überraschende Daten: Die Ringe sind vermutlich nur 10–100 Millionen Jahre alt (jung im kosmischen Maßstab) und verlieren Material an Saturn. In geschätzten 100 Millionen Jahren werden sie verschwunden sein.
Überraschend: 2014 entdeckten Astronomen einen Ring um den Asteroiden Chariklo. 2017 fand man einen Ring um den Zwergplaneten Haumea. Ringe sind also kein Privileg der Gasriesen.
In Iain M. Banks' The Algebraist (2004) spielt ein Gasriese mit komplexem Ringsystem eine zentrale Rolle.
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