Neuromorphe Chips
Computerchips, die die Architektur biologischer Neurone nachahmen und damit energieeffizienter und lernfähiger arbeiten als konventionelle Prozessoren.
Was ist Neuromorphe Chips?
Computerchips, die die Architektur biologischer Neurone nachahmen und damit energieeffizienter und lernfähiger arbeiten als konventionelle Prozessoren.
Neuromorphe Chips sind eine fundamentale Abkehr von der klassischen Von-Neumann-Architektur und ahmen stattdessen die Funktionsweise biologischer Gehirne nach. Während konventionelle Computer Daten zwischen getrennten Speicher- und Recheneinheiten hin- und hertransportieren, verschmelzen neuromorphe Chips Speicherung und Verarbeitung in künstlichen Neuronen und Synapsen. Das Ergebnis: dramatisch geringerer Energieverbrauch und die Fähigkeit, Muster zu erkennen und aus Erfahrung zu lernen, ohne explizit programmiert zu werden.
Intels Loihi-Chip und IBMs TrueNorth sind die bekanntesten Vertreter dieser Technologie. Loihi 2 enthält über eine Million künstliche Neuronen und kann bestimmte Aufgaben mit einem Bruchteil der Energie erledigen, die ein konventioneller Prozessor benötigen würde.
Für die Science-Fiction ist die Technologie hochrelevant, weil sie den Weg zu einer Form von künstlicher Intelligenz weisen könnte, die auf Strukturen basiert, die biologischen Gehirnen ähneln. Peter Watts' Blindsight und Echopraxia beschäftigen sich mit der Frage, welche Formen von Intelligenz und Bewusstsein aus verschiedenen neuronalen Architekturen entstehen können. Greg Egans Diaspora zeigt digitale Bewusstseine, deren Substrate von biologieähnlichen Architekturen inspiriert sind. William Gibsons Neuromancer-Trilogie antizipierte die Verschmelzung von biologischer und digitaler Informationsverarbeitung.
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