METI-Debatte
Sollen wir aktiv Signale ins All senden, um auf uns aufmerksam zu machen? Oder ist das gefährlich? Eine der hitzigsten Kontroversen der SETI-Forschung.
Was ist METI-Debatte?
Sollen wir aktiv Signale ins All senden, um auf uns aufmerksam zu machen? Oder ist das gefährlich? Eine der hitzigsten Kontroversen der SETI-Forschung.
METI (Messaging Extraterrestrial Intelligence) bezeichnet das aktive Senden von Signalen an potenzielle außerirdische Empfänger, im Gegensatz zum passiven Lauschen (SETI). Die Debatte darüber spaltet die wissenschaftliche Gemeinschaft seit Jahrzehnten.
Die Befürworter, darunter Douglas Vakoch (METI International, gegründet 2015), argumentieren: Unsere Radio- und TV-Signale lecken seit über 100 Jahren ins All, eine Verheimlichung ist ohnehin sinnlos. Gezielte Signale wären effizienter als passives Warten. Das Risiko sei vernachlässigbar, da jede Zivilisation mit interstellarer Reisefähigkeit uns längst entdeckt hätte.
Die Gegner sind prominent: 2015 unterzeichneten 28 Wissenschaftler eine Erklärung, die ein Moratorium für aktives METI forderte, bis eine weltweite Diskussion stattgefunden hat. Zu den Unterzeichnern gehörten Elon Musk und der Kosmologe George Dyson. Stephen Hawking warnte wiederholt vor den Risiken. Das Hauptargument: Wir wissen nichts über die Absichten einer empfangenden Zivilisation. Das Dunkler-Wald-Argument (Liu Cixin) formalisiert dieses Risiko: In einem Universum mit begrenzten Ressourcen könnte jede sichtbare Zivilisation ein Ziel sein.
Bisherige Transmissionen: Arecibo-Nachricht (1974), Cosmic Call (1999, 2003), A Message From Earth (2008), mehrere Teen Age Messages aus Jewpatoria.
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