Lohnt sich Warhammer 40K zu lesen?
Ja, wenn du weißt wo du anfängst.
Was ist Lohnt sich Warhammer 40K zu lesen??
Ja, wenn du weißt wo du anfängst.
Warhammer 40,000 hat über 500 Romane, und die Qualität schwankt erheblich. Die besten Bücher stehen auf dem Niveau von eigenständiger Military SF und funktionieren auch für Leser, die noch nie eine Miniatur bemalt haben. Die schlechtesten sind austauschbare Franchise-Massenware. Entscheidend ist, wo man anfängt.
Drei Einstiege funktionieren ohne jedes Vorwissen: Aaron Dembski-Bowdens Helsreach erzählt die Verteidigung einer Hive-Stadt gegen eine Ork-Invasion aus der Perspektive eines Chaplains der Black Templars. Das Buch ist eigenständig, actiongeladen und emotional. Dan Abnetts Eisenhorn-Trilogie (Xenos, Malleus, Hereticus) ist ein Noir-Krimi im 40K-Setting: Ein Inquisitor jagt Häretiker und rutscht dabei selbst in moralische Grauzonen. Die Trilogie zeigt die zivile Seite des Imperiums und braucht kein Tabletop-Wissen.
Die Horus Heresy, das ambitionierteste Projekt des Verlags Black Library, erzählt den galaktischen Bruderkrieg 10.000 Jahre vor der Spielhandlung. Die Reihe umfasst 54 Bände plus Nachfolgeserie. Nicht alle sind gleich gut. Die ersten fünf Bände (Horus Rising, False Gods, Galaxy in Flames, The Flight of the Eisenstein, Fulgrim) bilden einen soliden Einstieg. Danach kann man nach Interesse auswählen.
Was 40K-Literatur von anderer Military SF unterscheidet: Das Setting ist absurd überdreht (im 41. Jahrtausend gibt es nur Krieg, eine theokratische Bürokratie und Dämonen aus einer Paralleldimension), nimmt sich selbst aber in den besten Momenten todernst. Das erzeugt eine Atmosphäre, die es sonst nirgends gibt.