Persönlichkeit

Dan Simmons

Amerikanischer Autor, dessen Hyperion-Cantos literarische Ambitionen mit epischer Space Opera verbindet.

Was ist Dan Simmons?

Amerikanischer Autor, dessen Hyperion-Cantos literarische Ambitionen mit epischer Space Opera verbindet.

Dan Simmons (*1948) schreibt in vielen Genres, von Horror ('Carrion Comfort') über historische Fiktion ('The Terror') bis zum Thriller, aber sein Meisterwerk liegt in der Science-Fiction: die Hyperion-Cantos.

'Hyperion' (1989) ist strukturell an Chaucers 'Canterbury Tales' angelehnt: Sieben Pilger reisen zu den Zeittomben auf dem Planeten Hyperion, und jeder erzählt seine Geschichte. Diese sechs Erzählungen (eine wird unterbrochen) gehören zu den besten Novellen der Science-Fiction. Der Scholar erzählt von seiner Tochter, die rückwärts altert. Der Soldier erzählt von einem Krieg in einer alternativen Zukunft. Der Poet erzählt von seiner Suche nach dem perfekten Gedicht.

Das Shrike, eine mit Klingen bedeckte Kreatur, die sich außerhalb der Zeit bewegt und ihre Opfer auf einen Baum aus Metall spießt, ist eine der einprägsamsten Kreaturen der SF. Die Zeittomben, Strukturen, die rückwärts durch die Zeit reisen, gehören zu den originellsten Konzepten des Genres.

'The Fall of Hyperion' (1990) schließt die Geschichte ab und verwebt John Keats' Poesie mit interstellarer Politik und dem Schicksal der Menschheit. Die Endymion-Romane ('Endymion', 1996; 'The Rise of Endymion', 1997) setzen die Geschichte 274 Jahre später fort und erweitern den Kosmos um Fragen der Religion, Unsterblichkeit und Liebe.

Simmons' Prosa ist üppig und literarisch ambitioniert. Er verlangt von seinen Lesern Vertrautheit mit Keats, Proust und der katholischen Theologie und belohnt sie mit einer emotionalen Tiefe, die im Genre selten ist. Die Hyperion-Cantos beweisen, dass Space Opera und literarische Fiktion keine Gegensätze sind.