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Bussard-Ramjet

Hypothetisches interstellares Antriebskonzept, das Wasserstoff aus dem interstellaren Medium einsammelt und als Fusionsbrennstoff nutzt.

Was ist Bussard-Ramjet?

Hypothetisches interstellares Antriebskonzept, das Wasserstoff aus dem interstellaren Medium einsammelt und als Fusionsbrennstoff nutzt.

Der Bussard-Ramjet wurde 1960 vom Physiker Robert W. Bussard vorgeschlagen. Die Idee: Ein Raumschiff fliegt mit einem riesigen magnetischen Trichter durch den Weltraum und sammelt den dünn verteilten Wasserstoff des interstellaren Mediums ein. Dieser Wasserstoff wird in einem Fusionsreaktor verbrannt und erzeugt Schub.

Das Konzept umgeht das fundamentale Problem der Tsiolkowski-Gleichung: Ein Raumschiff braucht exponentiell mehr Treibstoff, je schneller es werden soll. Ein Bussard-Ramjet umgeht diese Einschränkung, weil seine Treibstoffquelle praktisch unbegrenzt ist.

Poul Andersons Tau Zero (1970) ist der ultimative Bussard-Ramjet-Roman: Ein Schiff, dessen Bremssystem ausfällt, beschleunigt immer weiter, bis die Zeitdilatation so extrem wird, dass die Besatzung das Ende des Universums erlebt.

Spätere Berechnungen haben gezeigt, dass der Bussard-Ramjet in der Praxis problematisch ist: Die Dichte des interstellaren Wasserstoffs ist zu gering, und der Widerstand könnte den Schub übersteigen. Trotzdem bleibt das Konzept ein Fixstern der Hard SF.