Asteroidenbesiedlung
Asteroiden als Rohstoffquelle und Wohnraum, ausgehöhlte Felsbrocken könnten rotierende Habitate mit künstlicher Schwerkraft werden.
Was ist Asteroidenbesiedlung?
Asteroiden als Rohstoffquelle und Wohnraum, ausgehöhlte Felsbrocken könnten rotierende Habitate mit künstlicher Schwerkraft werden.
Die Besiedlung von Asteroiden kombiniert Rohstoffgewinnung (Asteroid Mining) mit der Schaffung von Lebensraum. Erdnahe Asteroiden (NEOs) enthalten Metalle (Eisen, Nickel, Platingruppe), Wasser und Kohlenstoffverbindungen, alles Ressourcen, die im All wertvoller sind als auf der Erde.
Das klassische Konzept: Ein mittelgroßer Asteroid (1–5 km) wird ausgehöhlt, die Innenseite wird versiegelt und mit Atmosphäre gefüllt, und durch langsame Rotation entsteht künstliche Schwerkraft an der Innenwand. Der Asteroid selbst dient als Strahlen- und Meteoritenschutz. Gerard O'Neill schlug vor, Asteroidenmaterial zu Weltraumhabitaten zu verarbeiten, statt in den Asteroiden selbst einzuziehen.
Ceres, der größte Asteroid/Zwergplanet im Asteroidengürtel (939 km Durchmesser), wurde als Kolonisierungsstandort vorgeschlagen: geringe Fluchtgeschwindigkeit (0,51 km/s), Wassereis unter der Oberfläche und eine zentrale Position zwischen Mars und Jupiter.
Die technischen Herausforderungen sind erheblich: Die meisten Asteroiden sind keine festen Körper, sondern Schutthaufen (Rubble Piles), die bei Rotation auseinanderbrechen könnten. Die Mikrogravitation (ein 1-km-Asteroid hat nur 0,0003g) erfordert künstliche Schwerkraft für dauerhafte Besiedlung. Und die Reisezeiten zu den meisten Asteroiden sind mit heutiger Technologie lang.
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